Jugend in die Politik

Seit geraumer Zeit stelle ich mir die Frage, wie könnte man die desinteressierte Jugend wieder für Politik begeistern. Gerade wenn ich über Facebook gesagt bekomme, das ich den ganzen Politikkram nicht ständig posten muss, weil es ja angeblich eh keinen interessiert. Meine Antwort damals darauf war, das die Politik dieser Person entweder den Arsch retten wird, oder sie in den Abgrund stürzen wird. Um es mal extrem auszudrücken.

Nichtdestotrotz habe ich diese Frage auch an Kandidaten für die Kommunalwahl in Aarbergen gestellt. An insgesamt 4 Leute. Also an eine Person von jeder Liste. Ich habe dabei versucht möglichst gleichaltrige Personen raus zusuchen. Mein Ziel war Personen um die 20 zu dem Thema zu befrage, allerdings hab ich bei der CDU nur jemand Mitte-Ende 20 erwischt. Allerdings wurde von diesen Personen niemand in die Gemeindevertretung gewählt. Da zwei von vieren allerdings von mir Ideen haben wollten, werden diese die Ideen die ich hier gerade zu Wort zu bringen versuche, weitergeben.

Nun zu meinen Gedankengängen: Als erster Ansatzpunkt möchte ich Ideen für eine verbesserte Informationspolitik anbringen. Ich als Internetuser bin hauptsächlich online unterwegs und lese weniger Zeitungen in Papierform. Unser tolles Gemeindeblättchen sehr selten bis eigentlich gar nicht. Ich würde mir daher von der Politik in Aarbergen wünschen, dass die wichtigen Informationen auch auf der offiziellen Gemeindehomepage veröffentlicht werden. Darunter fallen für mich nicht nur, die bereits veröffentlichten, Termine für die örtlichen Organe, sondern auch die entsprechenden Protokolle der Sitzungen. Diese hab ich bisher auf der Gemeindehomepage nicht gefunden und müsste sie mir aus dem Aarbergener-Land holen.Von einem RSS-Feed auf der Homepage möchte ich jetzt gar nicht groß reden. Den Vorschlag hatte ich bereits vor einiger Zeit der Gemeinde mitgeteilt. Als Antwort erhielt ich, dass dies geprüft werden würde. Seitdem ist bisher aber auch nichts passiert. Sinnvoll ist es meines Erachtens auf jeden fall, da man dadurch nicht ständig auf die Homepage gucken muss um zu sehen ob es etwas neues gibt.

Wer im übrigen damit kommt, dass es möglich ist das Aarbergener-Land online zu lesen, den muss ich leider fragen: Schon mal getestet? Ich komme damit nicht klar. Es wäre doch viel einfacher das „Blättchen“ einfach als PDF zu veröffentlichen. Es wird doch sowieso kostenlos verteilt.

Die oben genannten Ideen sind jetzt eher was für die Verwaltung, aber auch das kann aus der Gemeindevertretung an die Verwaltung getragen werden. Die Idee mit dem RSS-Feed würde ich auch für die entsprechenden Parteien und deren Arbeit vorschlagen. In einer voran schreitenden Informationsgesellschaft müssen die Parteien sich eh stärker mit dem Internet beschäftigen und entsprechende Infos aufbereiten und in diesem Bereich haben ALLE noch Nachholbedarf.

Damit wäre zumindest schon mal ein wichtiger Schritt getan um Informationen an Bürger und vor allem Jugendliche zu tragen. Aber das sollte es bei weitem nicht gewesen sein. Was benötigt wird sind Ideen die Jugendliche interessieren. Ich für mich kann sagen: Ich finde Aarbergen ziemlich langweilig. Veranstaltungen für Jugendliche gibt es wenig bis gar keine und wenn doch fehlen dazu die Informationen. Ich bekomme die wenigsten mit. Was ich mir vorstellen könnte wären Förderungen für Veranstaltungen die speziell für Jugendliche sind. Also höhere Förderung als es eine Otto-Normal Veranstaltung hat.

Wichtig fände ich ebenso auch einfach mal die Jugendlichen zu fragen, was man sich für Aarbergen vorstellen könnte um das Leben hier zu verbessern, gerade im Hinblick auf die Jugend. Wer kann dafür bessere Ideen liefern als die Jugendlichen selbst. Ich könnte mir vorstellen, dass darüber mal im Politikunterricht gesprochen wird und die Ideen weiter getragen werden können. Ich glaube, wenn Jugendliche das Gefühl bekommen, etwas bewegen zu können und das Ideen umgesetzt werden können, dann interessieren sich auch wieder mehr für die Themen.

Auch unterstützenswert zu diesem Thema finde ich die so genannten Jugendparlamente. Die genauen Regelungen kenne ich jetzt nicht, aber meines Wissens können dort Ideen ausgearbeitet werden und diese werden dann ins Gemeindeparlament getragen um dort alles weitere in die Wege zu leiten. Taunusstein und Wiesbaden haben ein solches. Bei den entsprechenden Verwaltungen lässt sich dazu sicherlich weitere Informationen einholen.

Aber ich glaube allein dazu fehlen bereits die aktiven Jugendlichen. Wen ich das richtig in Erinnerung habe sind diese Jugendparlamente in Tsst und Wiesbaden jeweils für Leute bis 21 oder so gedacht. Ich für meinen Teil würde daher schon raus fallen. Allerdings sehe ich dazu ein anderes Problem: die Aktiven Jugendlichen in Aarbergen. Man müsste also herausfinden ob überhaupt Interesse an so etwas besteht und zwar von Seiten der Gemeindevertretung (ein wenig Geld wird das wohl auch Kosten, z.B. Raum/Halle (Treffen), Aufbewahrung von etwaigen Unterlagen o.ä. genaueres kann man in Tsst oder Wiesbaden erfragen) als auch von Seiten der Jugendlichen. Die Meinung der Gemeindevertreter ist das noch am einfachsten einzuholen. Nämlich einfach in einem einfachen TO Punkt auf einer der Sitzungen. Aber wie kann man die Meinung der Jugendlichen einholen? Nun, am einfachsten würde ich eine entsprechend auszufüllende Umfrage finden und diese dann einfach mal an der Zentralsten Stelle für Jugendliche in Aarbergen zu verteilen. In der Gesamtschule. Vorausgesetzt die Schulleitung macht mit. Allerdings könnte mit einer entsprechenden Votum der Gemeindevertretung sicherlich klappen.

Fazit: Meines Erachtens müssen Jugendliche merken, dass ihre Ideen gehör finden. Dafür müssten sie allerdings beteiligt werden und natürlich müssen entsprechende Informationen bereitgestellt werden und gerade bei letzterem Punkt kommt noch ein wenig Arbeit auf die Parteien und die Verwaltung zu. Aber es ist nichts unmögliches. Wenn eine Veränderung gewollt ist, sollte diese relativ leicht machbar sein. So ein RSS-Feed z.B. gehört mittlerweile eigentlich schon fast zum Standard.

Dieser Text wird im übrigen an alle 4 vor der Wahl angeschriebenen Personen gehen, damit diese ihn entsprechend kommentieren oder weiterleiten können, oder sonst was damit tun können. Jedenfalls sind es zumindest mal Ideen über die Diskutiert werden kann und sollte. Allerdings muss dafür auch Bereitschaft von Seiten der Parteien sein. Sollte tatsächlich Interesse bestehen, liebe Gemeindeverterter/Parteivertreter meldet euch ruhig. 😉

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