Whistleblowerschutz ist wichtig

Es gibt aktuell in Wiesbaden eine Fall warum Whistleblowerschutz wichtig ist. Ich habs gestern schon mal getwittert, aber heute blogge ich noch mal darüber.

Erst einmal kurz zur Erklärung was Whistleblower eigentlich sind. Wikipedia sagt dazu:

Ein Whistleblower (vom Englischen to blow the whistle; auf Deutsch wörtlich: „die Pfeife blasen“) bzw. Hinweisgeber ist ein Informant, der Missstände wie illegales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel und Menschenrechtsverletzungen) oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz oder beispielsweise bei einer medizinischen Behandlung erfährt, an die Öffentlichkeit bringt.

Was Whistleblower tun ist im letzten Jahr durch Wikileaks bekannt geworden und genau so einen Fall gibts jetzt auch in Wiesbaden. Für Wikileaks ist er wahrscheinlich nicht geeignet, dafür ist er zu klein. Aber dennoch sollte darüber gesprochen werden. Konkret gehts um Mitarbeiter der EBS. Wie das Tagblatt am Mittwoch berichtete, geht es um „eine Mitarbeiter-Verschwörung“ gegen den Ehemaligen Präsident der EBS, der mittlerweile zurückgetreten ist und gegen den wegen Veruntreuung von öffentlichen Geldern von der Staatsanwaltschaft im Nacken sitzt. Ein Haftbefehl wurde ja bereits erlassen wurde aber ausgesetzt.

Das Tagblatt schreibt, dass diese „Verschwörung“ auf Hass zurück zu führen ist. Hass auf Jahns. Das liest sich beim Tagblatt so:

Ein Motiv der Verschwörer war nach den Dienstag bekannt gewordenen Informationen Hass auf Jahns. Der Präsident habe nur auf Wachstum gesetzt, die wissenschaftliche Exzellenz aber vernachlässigt.

Das Mitarbeiter ihre Vorgesetzten nicht leiden können, soll ja vorkommen. Auch Hass mag vorkommen. Aber ich wage zu bezweifeln, dass Hass tatsächlich das Hauptmotiv ist. Ich glaube eher das es sich um das Ergebnis der Arbeit von Jahns handelt. Jahns hat scheinbar nicht die Lehre in den Vordergrund gesetzt. Daher kann ich den Mitarbeiter, der das ganze aufgedeckt hat voll und ganz verstehen. Ich befürworte dieses Handeln sogar. Das Problem dabei ist: Der Mitarbeiter wechselt jetzt seinen Arbeitsplatz. Aber müsste das sein? Hätte der Mitarbeiter nicht einfach unbekannt bleiben und weiter an seinem Arbeitsplatz bleiben können? Wenn er das nicht möchte ist das eine Sache, aber da sein Name mittlerweile bekannt ist, hat er keine große Zukunft mehr an dieser Hochschule.

Wir brauchen in Deutschland dringend wirksamen Whistleblowerschutz, damit mehr solcher Sachverhalte, wie es bei der EBS geschehen ist, aufgedeckt werden. Immerhin soll sie bis jetzt bis zu 800.000 € zurückzahlen.

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